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DAMPFLOK

Hersteller: A.Jung 9294/1941
Bauart: Bn2t
Leergewicht: 8800 kg
Dienstgewicht: 11200 kg
Leistung: 65 PS
Länge o.P.: 4730 mm
Breite: 1840 mm
Höhe über SO: 2800 mm
Rostfläche: 0,47 qm
Heizfläche: 21,4 qm
Kesseldruck: 12 bar
Kohlevorrat: 500 kg
Wasservorrat: 800 l
Geschwindigkeit: 18 km/h
Steuerung: Heusinger



Leider nur sehr spärlich sind die Angaben zum Lebenslauf der im
Feld- und Werksbahnmuseum Oekoven e.V. erhaltenen Baulok der
"Hilax"-Type. Die Lok gehörte zur vorletzten Serie der "Hilax"-Type.

Diese Serie umfaßte 20 Maschinen.
Unsere Lok wurde am 06.05.1941 bei der Bauunternehmung
Peter Bauwens in Köln (Lager Wesseling) angeliefert.
Die Lok kostete 11.800,- RM.
Die Genehmigungsurkunde vom zuständigen TÜV in Koblenz datiert
vom 21.05.1941. Der Eintrag im Maschinenstammbuch von Bauwens
enthält noch einige interessante technische Einzelheiten; so war z.B.
bei der Feuerbüchse zunächst Kupfer eingetragen, was später
gestrichen und durch Stahl ersetzt wurde.

Die Jung 9291/41 war die erste "Hilax" mit Feuerbüchse in Sonderstahl.
Offensichtlich war also die Lok zunächst mit Kupferfeuerbüchse bestellt
worden, was durch die kriegsbedingte Rationierung der Halbedelmetalle
nicht realisiert werden konnte.
Bisher konnte leider nicht ermittelt werden, wo die Lokomotive
eingesetzt wurde. In den Unterlagen der Firma Bauwens wird die Lok
jeweils am 1.April der Jahre 1942, 1943 und 1944 zusammen mit
anderen in Betrieb befindlichen Loks und Baumaschinen dem TÜV
in Koblenz gemeldet.
Erst am 25.06.1952 findet sich in den Unterlagen der Firma Bauwens
der Eintrag, daß die Lok in Wesseling eingetroffen sei.

Am 30.06.1952 traf auch das Kesselbuch (wohl vom letzten Einsatzort
der Lok) in Wesseling ein.
Wahrscheinlich wurde die Lok seitdem nicht mehr eingesetzt.
Ein englischer Eisenbahnfreund besuchte am 07.10.1957 den Lagerplatz
in Wesseling und fand unsere Lok dort abgestellt vor.
Zu diesem Zeitpunkt trug sie die Nummer 17, während andere Quellen
die Nummer 7 nennen.

Einige andere Dampfloks in 900mm und 600mm Spur warteten dort
ebenso auf ihr Schicksal, darunter auch die Schwesterlok der Jung 9294;
die am 20.10.1938 angelieferte Jung 8290.

Diese Lok wurde übrigens auch am 25.06.1952 nach Wesseling überstellt
und auch das Kesselbuch traf am 30.06.1952 in Wesseling ein, so daß
beide Loks zuletzt vielleicht auf derselben Baustelle eingesetzt waren.
Bei der Jung 8290 findet sich schwach erkennbar noch der Eintrag
"von Koblenz"; ein Hinweis? Im Oktober 1959 wurde unsere Lok schließlich
der Stadt Köln für den Spielplatz in Köln-Mülheim als Schenkung überlassen.

Der Abtransport verzögerte sich jedoch, und noch im Juni 1963 wurde
die Lok in Wesseling gesehen. Letztendlich kam sie an den vorgesehenen
Platz, wo sie bis zum 15.05.1982 auf bessere Zeiten wartete.
An jenem Tag wurde die Lok von Mitgliedern des FWM nach erfolgreichen
Verhandlungen abgeholt.

Zur Aufarbeitung wurde die Maschine zunächst zerlegt und der Rahme
nebst Wasserkasten aufgearbeitet.

Aber erst nachdem 1992 durch die NRW-Stiftung, den Landschaftsverband
Rheinland und den Kreis Neuss der Kesselneubau finanziert wurde, konnte
die Restaurierung bis zur Fertigstellung im Sommer 1995 vorangetrieben
werden.

Seither führt die Lok an den Betriebstagen im Sommerhalbjahr unsere
Personenzüge.



Feldbahnmuseum Oekoven. e.V. Zur Werksbahn 1 D-41569 Rommerskirchen
Tel. +49 (0) 2183 8068377