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LANDSCHAFTSPFLEGE IM MUSEUM

Vielen Dank!

Auf dem Museumsgelände werden 12 Schafe (Graue gehörnte Heidschnucke) gehalten.
Die Tiere werden durch unsere Mitglieder Ute Mandelartz und Reinhold Klougt betreut.

Die Schafe beweiden freundlicherweise auch ein Teil der Grünflächen des Museumsgeländes.
Dadurch wird das Gras niedrig gehalten und wir sparen das Mähen des Rasens mit einem Rasenmäher.

Das kommt nicht nur der Umwelt zu Gute, sondern die Schafe haben auch eine neue Heimat gefunden.

Die Graue Gehörnte Heidschnucke..

...ist eine alte Landschafrasse. Sie stammt aller Wahrscheinlichkeit nach von den auf Sardinien und Korsika lebenden Mufflons ab. Ursprünglich beweidete sie den großen Lebensraum der „Heidschafe des Nordens“.
Dieser erstreckte sich von der Bretagne über Schottland, Norddeutschland und Skandinavien bis nach Sibirien.

In der Blütezeit der Heidehöfe war die Heidschnucke ein wichtiger Lieferant von Fleisch, Wolle und Dünger.
Die Schäfer machten aus der äußerst robusten Wolle Bekleidung, Teppiche etc., trugen zur Sicherstellung der Ernährung der Menschen bei und verbesserten durch ihren Dung die Fruchtbarkeit der Heideböden.

Heute wird die Wolle nicht mehr verarbeitet, sie ist zu grob. Die Fleischleistung der Tiere ist als genügsames, leichtes Landschaf sehr gering. Somit wird die Graue Gehörnte Heidschnucke als geeignete
Rasse zurLandschaftspflege eingesetzt.

Das Haar der Grauen Gehörnten Heidschnucke ist gräulich und extrem lang, Beine, Schwanz und Kopf sind schwarz, die Lämmer werden schwarz geboren und färben sich im zweiten Jahr zur Elternfarbe.
Es existieren allerdings auch weiße Varianten.
Beide Geschlechter tragen Hörner.

Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist genetisch zu Mehrlingsgeburten befähigt und in der Lage, mehrere Lämmer aufzuziehen. Viele kleinere Koppelschafhaltungen etablierten sich in ganz Deutschland
und retteten diese Rasse vor dem Aussterben.